Ausblick in die Zukunft!

Viele Menschen wünschen sich keinen Rückblick auf 2020 sondern einen Ausblick. Matthias Horx, Journalist, Publizist, so wie Trend- und Zukunftsforscher, bietet mit seinen Texten inspirierende Future-Rückblicke. Denn, so meint er, wenn wir uns vorstellen, wir schauen von der Zukunft zurück auf das was noch kommt, dann sind die Möglichkeiten der positiven Bewältigung im Jetzt um ein Vielfaches besser.

Vertrauen in die Zukunft

Dies hat er bereits zu Beginn der Corona-Krise mit  seinem Artikel „Die Welt nach Corona! Zukunftsängste oder positive Rückschau?“ aufgezeigt. Er sagt dazu: 

Krisen haben einen unterschiedlichen Fußabdruck, sie hinterlassen unterschiedliche Veränderungen in unseren Wirtschafts- und Kulturformen. Die Corona-Krise unterscheidet sich von vergangenen Krisen wie etwa der Finanz- oder der Flüchtlingskrise dadurch, dass ALLE Schichten unserer Existenz berührt und befragt werden: Politik, Wirtschaft, Institutionen, Kultur, Moral, aber auch das menschliche Selbstgefühl, unsere existentielle Identität. Diese Krise ist wie keine andere der letzten 50 Jahre eine Selbsterfahrung der Gesellschaft, in der sich auch Sinn- und Ethikfragen neu stellen. Sie beschleunigt damit Prozesse, die VOR der Krise bereits latent im Gange waren, aber nicht zum Durchbruch kamen. Um zu verstehen, was sich „nach Corona” dauerhaft verändern wird, brauchen wir ein ganzheitliches Modell des Wandels, des „Systems der Systeme”, das unsere Zukunft erzeugt.

In seinem Artikel „65 – Die Zukunfts-Ressource“ stellt er eine wichtige Frage: Welche Ressource ist die wichtigste für unsere Zukunft? Nicht das Öl. Auch nicht (mehr) das Geld. Nicht einmal die Aufmerksamkeit, diese Kunstwährung des hypermedialen Zeitalters.

Es ist das VERTRAUEN.

Doch wie erlangen wir dieses wieder? Oder müssen wir eine andere Art von Vertrauen entwickeln? Auf jeden Fall müssen wir unsere Definition von Vertauen neu überdenken.

Die Gegenkraft von Vertauen ist Misstrauen. In jeder Talkshow, Diskussion, in jedem Internet-Diskurs und Bühnenstück, in jedem Zeitschriftenkommentar, gab es nur einen einzigen Tenor:
Kritik.
Dagegensein.
Problem.
Idioten!

Er beschreibt, wie die Gier der Medien nach Aufmerksamkeit die Zukunft aus unserer Wirklichkeit vertieben hat. Doch die Corona-Krise brachte gewaltsam die Realität in unser Leben zurück. Wir sind stärker denn je auf einander angewiesen. Da wirkt das ständige „Dagegen-Sein“ falsch und fehl am Platze.

Die Witze der Kabarettisten wirken fade. Vorurteile  wie „die, da oben …“, standardisiert und, ohne zu denken formuliert, erzeugen Brechreiz. Der Begriff Querrdenker hat eine gänzlich andere Bedeutung bekommen.

Doch wo bleibt das Vertrauen?

Matthias Horx schreibt, dass das Vertrauen wichtig ist und gleichzeitig ein überaus gefährlicher Rohstoff. Denn das Kuschelhormon Oxytoxin wird bei der Begegnung mit Menschen und Tieren, die uns vertraut sind, ausgeschüttet und verursacht ein Wohlfühlgefühl, verbunden mit Glück und Verbundensein, dass wir natürlich so oft als möglich haben möchten. Gleichzeitig läßt es uns gegen allem Anderen, Unbekannten misstrauisch bis feindseelig reagieren. Dieses Empathie-Paradox wirkt sich fatal aus, wenn wir nicht dagegensteuern. So konnte Trump eine große Gefolgschaft hinter sich vereinen. Diese Gruppe war nicht mehr für objektive  Argumente offen, sondern vertraute blind dem freiwillig gewählten Gruppenführer. Horx sagt dazu:

Hier wird Vertrauen plötzlich zu einem schrecklichen Gift, einer negativen Hypnose. 

Unsere Gesellschaft verschärft Vertrauenskonflikte ebenfalls durch falsche Anwendung von Technologie. So wurde das Internet in seinen kommunikativen Bereichen eine gewaltige Vertrauens-Zerstörungs-Maschine und digitale Kommunikation gaukelt uns eine falsche Vertraulichkeit vor.

Doch hat in der Corona-Krise ein verblüffender Gegeneffekt eingesetzt. Viele Menschen haben die digitale Kommunikation durch Mitmenschlichkeit, die nun existentiell wurde, verändert.

Horx erklärt die drei Ebenen des Vertrauens und macht deutlich, dass letztendlich das Vertrauen in sich selbst und eine neu gelebte Art der Spiritualität, die existenzielle Möglichkeit zur Veränderung herbeiführen werden.

Horx zeigt uns auf, wo es hingehen kann und wo durch Bewegung bereits Neues entsteht:

Die Lösung kann sein: Sich etwas einfallen lassen zu müssen!

Genau das ist der wahre Sinn der Corona-Krise: Sich etwas einfallen lassen zu müssen! Die wirklich wichtigen Fragen stellen:

  • Wie gelingt es, die industrielle Zivilisation mit der Natur zu versöhnen – eine postfossile Wohlstands-Zivilisation zu entwickeln?
  • Wie gelingen uns neue gesellschaftliche Vertrauensformen Innovationsformen der Demokratie?
  • Wie entsteht nach 70 Jahren Dominanz des westlich-amerikanischen Modells eine neue und ausgewogenere Globalisierung?
  • Wie verabschieden wir uns elegant von der Ära der despotischen Männer?

 

2020 sind bereits gravierende Dinge in Gang gekommen:

  • Trumps Abwahl
  • eine erstaunlich krisenstarken EU
  • Durchbruch von Elektroautos
  • ein europäischer »New Green Deals«, durchgekämpft von zwei starken Frauen
  • neue Revolten gegen die Macho-Despoten, angeführt von ebenso starken Frauen
  • Großunternehmen, Städte, ganze Länder, setzen endgültig auf eine postfossile Zukunft

2020 entwickelte sich eine zarte Nachdenklichkeit. Mitten in der Erschöpfung wurde plötzlich ein anderes Muster sichtbar. In den Talkshows  hört man plötzlich einander zu, ohne immer alles gleich besser wissen zu müssen. In den Leitkommentaren zu Neujahr fand man statt der üblichen Verurteilungen in den letzten Wochen immer mehr Töne, die fragend sind.
Etwas dreht sich im Diskurs der Gesellschaft.
Alles läuft auf eine einzige Zukunfts-Frage zu:
Wie können wir vertrauen?

Erstaunlich viele Menschen treffen in diesen Tagen echte Entscheidungen.
Sie schenken Vertrauen. Sie hören auf, immer nur auf das Schlechte zu starren.
Sie werden ZUKÜNFTIG. Sie holen die Zukunft in die Gegenwart, indem sie sich für den Wandel verantworten, der jetzt überdeutlich vor uns liegt.

Mit diesen abschließenden Worten von Matthias Horx wünsche ich uns allen eine gute Zeit zwischen den Jahren und einen wundersamen Neu-Start ins neue Jahr 2021.

Die Zukunft beginnt jetzt! Seien wir aktiv dabei!

Margarete Rosen

Hier kannst du den ganzen Artikel von Matthias Horx nachlesen: 65 – Die Zukunfts-Ressource

2 Kommentare

  1. Pingback:2021, alles ist anders! – Margarete Rosen

  2. Danke für diesen interessanten Artikel, Margarete!
    Herzlichst, Vera

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